Die geopolitische Situation birgt auch in 2026 weiterhin Risikopotenzial für die BLG-Gruppe. Spannungen drohen den Handel, u. a. durch Ein- und Ausfuhrbeschränkungen für Waren, weiter zu beeinträchtigen und der Nahostkonflikt kann zu erneut gestörten Lieferketten und erhöhten Energiepreisen führen. BLG LOGISTICS sieht auch deshalb für die Folgejahre zunehmende Volumenrisiken in den Kundengeschäften. Des Weiteren wird erwartet, dass sich der Strukturwandel in der Automobilindustrie beschleunigen wird.
Das Risiko eines Cyber-Angriffs bleibt aufgrund der angespannten Situation bedeutend. BLG LOGISTICS sieht einen zunehmenden Fokus auf Nachhaltigkeitsthemen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance, die sowohl Chancen als auch Risiken für die BLG-Gruppe bieten. Diese Themen können auf die gesamte Risikolage, wie zum Beispiel bei Finanzierung, Personalpolitik, Regulatorik und Beschaffung, wirken. Eine mittelfristige Klimaanpassung erfordert ein spezielles Risikomanagement für Klimarisiken und die Erstellung von Notfallplänen.
Infolge des demografischen Wandels ist bei bestimmten Fachkräften ein Mangel zu verzeichnen. Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Rekrutierung rücken stärker in den Fokus.
Das transparente und systematische Risikomanagement trägt mit seinen strukturierten Prozessen zu einer effizienten Steuerung der Gesamtrisiken in der Gruppe bei.
Aus heutiger Sicht und unterstützt durch das Ergebnis einer Risikotragfähigkeitsanalyse auf Gruppenebene liegen keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Auch auf Basis der Mittelfristplanung und vor dem Hintergrund der geopolitisch unsicheren Lage lassen sich gegenwärtig unter Berücksichtigung der bereits eingeleiteten Maßnahmen keine Anzeichen für bestandsgefährdende strategische oder operative Risiken für die künftige Entwicklung ableiten.