Weltwirtschaft mit moderatem Wachstum
Nach einem konjunkturell schwachen Jahr 2024 expandierte die Weltwirtschaft im Jahr 2025 moderat. Die Vereinigten Staaten verzeichneten erneut ein deutliches Wachstum, getragen von einer robusten Binnennachfrage und hohen staatlichen Ausgaben. In anderen großen Volkswirtschaften, insbesondere in China, blieben Produktionssteigerungen begrenzt; die Expansion verlief verhalten. Weltweit wurde das Wachstum auch im Jahr 2025 maßgeblich von den Dienstleistungen getragen, während die globale Industrieproduktion und der weltweite Warenhandel insbesondere im zweiten Halbjahr 2025 erneut an Dynamik verloren.
Im Euroraum blieben die Konjunktur und das Wirtschaftswachstum auf einem schwachen Niveau. Die leichte Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) resultierte vor allem aus Sonderentwicklungen und staatlichen Impulsen. Gegenläufig sorgten vor allem die US-Zölle für Handelshemmnisse. Die Industrieproduktion und die Stimmungslage bei den Unternehmen im Euroraum zum Ende des Jahres 2025 unterstrichen die weiterhin verhaltene Entwicklung.
Moderater Anstieg des deutschen BIP im Geschäftsjahr 2025
Veränderung des realen BIP gegenüber den Vorjahren
Auch die deutsche Wirtschaft stabilisierte sich 2025 nach zwei Jahren rückläufiger Wirtschaftsleistung nur leicht. Insgesamt ist das deutsche BIP im Berichtsjahr 2025 leicht gestiegen und beträgt +0,2 Prozent. Ursache hierfür war vor allem eine moderate Erholung des privaten Konsums, während die gesamtwirtschaftliche Dynamik weiterhin schwach blieb.
Die deutsche Industrie stand weiterhin unter hohem Druck, sich an veränderte strukturelle Rahmenbedingungen anzupassen. Die Auslandsnachfrage blieb zum Jahresende trotz einer leichten Stabilisierung sehr verhalten, und das vom ifo Institut ermittelte Geschäftsklima verschlechterte sich erneut.
Die anhaltend hohen Finanzierungskosten belasteten die Investitionstätigkeit spürbar. Darüber hinaus wirkten die erhöhte wirtschaftspolitische Unsicherheit – u. a. aufgrund der Zölle der amerikanischen Regierung – und die weiterhin unterausgelasteten Kapazitäten dämpfend auf die Unternehmensinvestitionen. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie blieb eingeschränkt, und der zunehmende Wettbewerbsdruck – insbesondere aus China – schlug sich in schwachen Exporten nieder.
Quellen dieses Abschnitts:
Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Januar sowie Februar 2026
IfW Kiel, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 128 (2025|Q4)
IMK, IMK Report Nr. 198, Dezember 2025