Klimaschutz

Bis 2030 senken wir nicht nur unsere eigenen CO2e-Emissionen, sondern ebenso die außerhalb des Unternehmens. Im Sinne des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens verschärfen wir unsere Reduktionsziele nun noch einmal.

Die Notwendigkeit für konsequenten Klimaschutz war auch 2023 überdeutlich, ob durch zunehmende Sichtbarkeit negativer Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Umwelt oder verschärfte politische und wirtschaftliche Anforderungen. Als Logistikdienstleister ist es auch an uns, einen Beitrag zur Dekarbonisierung der Branche, der Lieferketten und der gesamten Wirtschaft zu leisten. Daher wollen wir unsere Ambitionen weiter steigern. Immer im Blick: Unsere Kunden, auf deren Klimabilanz sich unsere Erfolge ebenfalls positiv auswirken.

Mit diesem Bericht dokumentieren wir das vierte Jahr in Folge den Fortschritt bei der Erreichung unserer 2020 gesetzten Emissionsreduktionsziele: Bis 2030 werden wir zum Basisjahr 2018 die absoluten Scope 1- und Scope 2-Emissionen um mindestens 30 Prozent sowie die Scope 3-Emissionen um mindestens 15 Prozent reduzieren. Dieses Ziel ist von der unabhängigen Science Based Targets initiative (SBTi) validiert. Das bestätigt, dass wir im Einklang mit den Zielsetzungen des Pariser Klimaabkommens im Sinne einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf einen Wert deutlich unter 2 Grad agieren. Unser Reduktionsziel ist absolut, also unabhängig vom Unternehmenswachstum. Für verbleibende Emissionen der Scopes 1 und 2, die wir trotz aller Maßnahmen nicht vermeiden können, fördern wir Klimaschutzmaßnahmen, die an anderer Stelle zu einer Verringerung von Treibhausgasemissionen in entsprechender Höhe führen. Also werden wir bis 2030 bilanziell zum CO2-neutralen Unternehmen. Die Gesamtheit dieser Zielsetzungen und Vorhaben ist unsere „Mission Klima“. In diesem Zusammenhang möchten wir näher auf den Begriff „Klimaneutralität“ eingehen und im Sinne der Transparenz betonen, dass wir den Status des CO2-neutralen Unternehmens nur durch die finanzielle Unterstützung zertifizierter Klimaschutzprojekte erreichen werden. Stand jetzt und besonders mit Blick auf das nicht mehr weite Zieljahr 2030 ist Emissionsfreiheit nicht realistisch – zu diesem Schluss kommen wir vor allem in Anbetracht der im Transportbereich noch immer extrem hohen Kosten für den Einsatz alternativer Antriebe, verbunden mit mangelnder Ladeinfrastruktur und der weitgehend fehlenden Förderlandschaft. Die unterstützten Projekte sollen deshalb dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen global betrachtet zu reduzieren, die wir bis 2030 nicht gänzlich vermeiden können. Zugleich sind wir uns der Schwierigkeit des Begriffs „Klimaneutralität“ bewusst. Es liegt uns fern, die Herausforderungen zu bagatellisieren, die der erforderliche Wandel hin zu einer emissionsärmeren Wirtschaft mit sich bringt. Deshalb prüfen wir aktuell im Zuge einer Verschärfung unseres absoluten Klimaziels den Umgang mit dieser und ähnlichen Begrifflichkeiten.

1,5 °C

Verschärfung der absoluten CO2-Reduktion bis 2030

Unsere Nachhaltigkeitsziele

Das Klimaziel auf einen Blick

Das Klimaziel innerhalb des Unternehmens

Das Klimaziel innerhalb des Unternehmens (Grafik)

Absolute CO2-Reduktion in der Lieferkette

Absolute CO2 -Reduktion in der Lieferkette (Grafik)

Drei Hebel für den Klimaschutz

Wir setzen vor allem drei Hebel an, um die geplanten Emissionsreduktionen zu realisieren: die kontinuierliche Steigerung unserer Energieeffizienz, regenerative Eigenstromproduktion und den Zukauf von Ökostrom. Dabei folgen wir dem Grundsatz Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren. Deshalb legen wir einen besonderen Fokus auf die Effizienzsteigerung – mit dem Ziel, Energie so zu nutzen, dass bei selbem Einsatz mehr Leistung erreicht wird. Mehr dazu, wie wir das tun, im Kapitel Energiemanagement.

Mit Blick auf den zweiten Hebel ging im Berichtsjahr die nunmehr vierte und mit etwa 9 MWp bislang größte und stärkste Photovoltaikanlage (PV-Anlage) an unseren Standorten ans Netz: auf dem Dach des neu errichteten Logistikzentrums C3 Bremen erzeugt sie seit Oktober 2023 grüne Energie unter anderem für unseren dortigen Standort. Obwohl das vierte Quartal sich ungewöhnlich sonnenarm zeigte, lieferte die Anlage in diesem Zeitraum knapp eine halbe Million kWh Elektrizität – 100.000 kWh haben wir davon am Standort genutzt. Zusammen mit den drei weiteren sich bereits im Betrieb befindlichen Anlagen in Kelheim und Waiblingen wurden in Summe rund 450 MWh unseres Strombedarfs direkt an den Standorten erzeugt. Das entspricht einer CO2e-Ersparnis im Berichtsjahr von 147 t. Wir werden die Nutzung von Solarstrom von unseren Dächern konsequent weiterverfolgen.

Unabhängig davon ist eine vollständige Abdeckung des Strombedarfs an unseren Standorten über lokale PV-Anlagen aber auch in Zukunft nicht realistisch. Um dennoch eine komplette Versorgung mit Ökostrom zu gewährleisten, haben wir uns ein klares Ziel gesetzt: Ab 2025 werden wir unsere Drittstrommengen zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen beziehen (siehe auch die Übersicht unserer ESG-Zielsetzungen).

Wenn wir unsere Emissionen absolut reduzieren, beeinflusst das zugleich die Klimabilanz unserer Kunden positiv, denn unsere Emissionen werden bei ihnen als Scope 3-Emissionen verbucht. Zusätzlich können sie sich in der Zusammenarbeit mit uns für bilanziell CO2-neutrale Dienstleistungen entscheiden. Auf Wunsch weisen wir die für den jeweiligen Kunden anfallenden Emissionen aus und fördern in entsprechender Höhe ein Klimaschutzprojekt mit Gold Standard.

Dokumentation unserer Treibhausgasemissionen

Wenn wir unsere CO2-Emissionen gezielt senken wollen, müssen wir wissen, an welchen Stellen wieviel Energie verbraucht wird und entsprechend Treibhausgase anfallen. Die Verbrauchsdaten erfassen wir dezentral an den Standorten, wo sie auch validiert und ausgewertet werden. Die Zentralbereichsabteilung Nachhaltigkeit berechnet daraus die verursachten Emissionen. Wir berücksichtigen aktuell die Verbräuche der deutschen Standorte unserer vollkonsolidierten Gesellschaften sowie rund 95 Prozent des Energieverbrauchs der zugehörigen Standorte im Ausland. In den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT setzen wir eigene Diesel-Lkw ein, deren Verbrauch in unserer Energie- und Treibhausgasbilanz enthalten ist. Besonders in den Geschäftsfeldern Spedition und Autotransport erbringen außerdem Subunternehmen Leistungen in unserem Auftrag, die wir in unserer erweiterten Berichterstattung (Scope 3) ausweisen.

Für unsere Treibhausgasbilanz richten wir uns nach den Vorgaben des Greenhouse-Gas-Protocol (GHG-Protocol), wobei wir die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen getrennt darstellen. Wir unterscheiden zwischen Scope 1 (direkte Emissionen aus der Verbrennung von Erdgas, Heizöl, Diesel und Benzin), Scope 2 (indirekte Emissionen aus der Produktion von Strom und Fernwärme) und Scope 3 (weitere indirekte Emissionen). Bereits seit 2011 berechnen wir die CO2-Äquivalente (CO2e), die neben Kohlenstoffdioxid auch andere Gase mit hohem Treibhausgaspotenzial berücksichtigen (Details im Glossar).

Absolute Treibhausgasemissionen

(in tCO2e) aufgeschlüsselt in direkte und indirekte Emissionen

Absolute Treibhausgasemissionen (in tCO2e) (Balkendiagramm)

Für die CO2e-Berechnung der Benzin- und Dieselfahrzeuge nutzen wir Well-to-Wheel-Emissionsfaktoren (WTW) aus dem „Global Logistics Emissions Council“ (GLEC), die alle entstehenden CO2e-Emissionen von der Bereitstellung der genutzten Energieträger bis zur Betriebsphase beinhalten und jeweils den Anteil an Biodiesel beziehungsweise Ethanol berücksichtigen. Um die weiteren Emissionen der Primärenergieträger inklusive Vorkette zu berechnen, nutzen wir die CO2e-Emissionsfaktoren aus dem „Globalen Emissions-Modell integrierter Systeme“ (GEMIS) des Internationalen Instituts für Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS). Eine Anpassung der Faktoren nehmen wir analog zu den Anpassungen in der jeweiligen Quelle regelmäßig auch rückwirkend vor. Die verwendeten Emissionsfaktoren für Strom gelten standortbezogen in Abhängigkeit vom Energieversorgungsunternehmen. Die entsprechenden Stromfaktoren für unsere ausländischen Standorte basieren auf dem jeweiligen Ländermix aus dem GEMIS.

Im Berichtsjahr haben wir zwei größere Anpassungen an unserer Treibhausgasbilanz vorgenommen. Um eine präzisere und umfassendere Nachhaltigkeitsbewertung entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen, haben wir die Berechnung unserer Scope 3-Emissionen vollständig und auch rückwirkend auf WTW-Emissionen umgestellt. Aufgrund der Entkonsolidierung der Gesellschaft BLG Logistics Automobile SPb wurden zudem unsere Geschäftstätigkeiten in Russland samt den hier angefallenen Emissionen – auch rückwirkend – nach den Vorgaben des GHG-Protocol aus der Bilanz entfernt.

Eigene Emissionen: Wir reduzieren weiter

Um unser Klimaziel zu erreichen, müssen wir unseren CO2-Ausstoß gegenüber 2018 jährlich um 2,5 Prozent reduzieren. Mit Blick auf das Basisjahr ist bereits ein deutlicher Rückgang sichtbar. Insgesamt konnten wir unseren Treibhausgasausstoß 2023 gegenüber 2018 um 18,4 Prozent reduzieren. Damit konnten wir unsere Zielmarke von minus 12,5 Prozent für das Berichtsjahr klar übertreffen und sind auf unserer „Mission Klima“ weiterhin gut unterwegs.

Absolute Treibhausgasemissionen (Scope 1 + 2)

Von 2018 bis 2023 und Zielsetzung bis 2030 (tCO2e)

Absolute Treibhausgasemissionen (Scope 1 + 2) (Säulendiagramm)

Unsere deutschen Standorte waren mit gut 93 Prozent für den Großteil unserer weltweiten Emissionen verantwortlich, während rund sieben Prozent durch unsere ausländischen Standorte verursacht wurden.

Emissionen in der Lieferkette: Fortschritt in vielen Bereichen

Bei der Definition unserer Klimaziele haben wir bezogen auf den Scope 3 gemäß den Anforderungen der SBTi aus allen 15 zugehörigen Kategorien des GHG-Protocol diejenigen identifiziert, die zusammengenommen mehr als zwei Drittel unserer Emissionen ausmachen. Für sie haben wir ein eigenes Teilziel festgelegt: die Reduktion um 15 Prozent bis 2030 gegenüber dem Basisjahr. Wir betrachten dabei die vorgelagerten Transporte durch unsere Subunternehmer, unsere Beteiligungen, die Mitarbeitenden-Mobilität sowie die Vorketten der Primärenergieträger.

Innerhalb des Scope 3 machen unsere Beteiligungen den größten Anteil an den Emissionen aus, gefolgt von den vorgelagerten Transporten. Zusammen sind beide für mehr als 80 Prozent der in dieser Kategorie anfallenden Emissionen verantwortlich. Bei den vorgelagerten Transporten erfassen wir die Emissionen, die durch Transportdienstleistungen Dritter per Lkw und Bahn entstehen. Um die Emissionen durch den Lkw-Transport zu berechnen, nutzen wir teilweise bereits eine nach internationalen Standards zur Treibhausgasbilanzierung akkreditierte Software. Sie setzt – wo immer möglich – Transportauftragsdaten mit Telematikdaten unserer eigenen Lkw beziehungsweise der unserer Subdienstleister in Verbindung, so dass die Berechnung der Emissionen möglichst auf Primärdaten basiert. Im Berichtsjahr konnten wir den Einsatzbereich der Software deutlich erweitern und prüfen aktuell Möglichkeiten, sie künftig in noch größerer Breite zu nutzen. Seit 2023 schicken wir im Bereich Landverkehre verlängerte Sattelauflieger auf die Straße, die im Vergleich zu konventionellen Aufliegern bis zu zehn Prozent mehr Ware transportieren können. Damit lässt sich die Anzahl der Touren verringern, was wiederum Emissionen einspart. Derzeit haben wir 38 Lang-Lkw im Einsatz – sofern die technischen Voraussetzungen es ermöglichen, werden wir den Anteil weiter ausbauen.

Prozentualer Anteil der Scope 3-Emissionen 2023

Aufgeschlüsselt nach betrachteten Kategorien

Prozentualer Anteil der Scope-3 emissionen 2023 (Kreisdiagramm)

Bei Betrachtung unserer Beteiligungen beziehen wir anteilig die Emissionen unseres Joint Ventures EUROGATE ein – die hier den absoluten Großteil ausmachen – sowie diejenigen einzelner weiterer Gesellschaften. In Bezug auf die Vorketten der Primärenergieträger erfassen wir die Emissionen aus Herstellung und Transport der von uns genutzten Energie.

Mit Blick auf die Mitarbeitendenmobilität erfassen wir die Emissionen aus dem täglichen Pendelverkehr unserer Beschäftigten, aus Dienstfahrten mit dem Privat-Pkw sowie die unserer Dienst- und Mietwagen und aus Flugreisen. Um erstere möglichst genau zu bestimmen, haben wir erneut unsere jährliche Umfrage durchgeführt. In diesem Zuge können unsere Mitarbeitenden uns auch themenbezogene Anliegen mitteilen, von denen wir viele weiterverfolgen konnten: Die im vergangenen Berichtsjahr durchgeführte Prüfung der Standorte auf Möglichkeiten zur Errichtung von Ladeinfrastruktur für Mitarbeitende hat bereits zu Entscheidungen geführt – eine Installation der entsprechenden Ladepunkte ist für das erste Halbjahr 2024 geplant. Das System zur Nutzung der Ladepunkte durch die Mitarbeitenden wurde am C3 in Bremen bereits über ein halbes Jahr erfolgreich erprobt und soll in identischer Form an den anderen Standorten ausgerollt werden.

Zusätzlich befassen wir uns aktuell damit, unseren Mitarbeitenden innerhalb der BLG-App eine Mitfahrzentrale anzubieten, die im Laufe des Jahres 2024 live gehen wird. So wollen wir ihnen deutschlandweit die Bildung von Fahrgemeinschaften erleichtern. Ein wesentlicher Hebel zur Reduktion der Emissionen unserer Dienstwagen ist die Elektromobilität. Wir investieren auch hier und haben den Anteil an reinen Elektrofahrzeugen bei unseren Dienstwagen und zentral gemanagten Poolfahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr um 63 Prozent gesteigert. Wir haben außerdem die Rahmenbedingungen zur Einführung eines Mobilitätsbudgets geprüft, das eine flexible Nutzung unter anderem von Sharing-Angeboten, ÖPNV und Fernverkehr als Alternative zum Dienstwagen ermöglicht. Im nächsten Schritt ist zu bewerten, wie die Integration eines solchen Modells in bestehende Prozesse aussehen kann.

Im Vergleich zum Vorjahr stellen wir erneut eine deutliche Reduktion der Scope 3-Emissionen fest. Für 2023 lag sie gegenüber dem Basisjahr bei 27,4 Prozent, was im Ergebnis eine ebenfalls deutliche und wiederholte Unterschreitung der Zielsetzung 2030 bedeutet. Besonders hervorzuheben sind hierbei Emissionsminderungen unserer Tochter EUROGATE, die sich insbesondere in einem starken Rückgang der Diesel- und Stromverbräuche begründen. Nähere Informationen in der gesonderten nichtfinanziellen Erklärung von EUROGATE.

Über alle drei Scopes hinweg haben wir 2023 180.359 t CO2e verursacht und verzeichnen damit in Summe einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent. Sowohl bei unseren Scope 1- und 2-Emissionen als auch bei denjenigen innerhalb des Scope 3 haben wir im Berichtsjahr unser jährlich gesetztes Ziel erneut deutlich übertroffen. Maßnahmen, die konkret zur Reduktion unserer Scope 1- und 2-Emissionen beigetragen haben, beschreiben wir im Kapitel Energiemanagement.

Absolute Treibhausgasemissionen (Scope 3)

von 2018 bis 2023 und Zielsetzung bis 2030 (tCO2e)

Absolute Treibhausgasemissionen (Scope 3) (Säulendiagramm)

Bestärkt durch die beschriebene, anhaltend positive Entwicklung über die letzten Jahre und vor dem Hintergrund der ökologischen, sozialen und ökonomischen Notwendigkeit, konsequent zu handeln, haben wir 2023 entschieden, unsere Klimazielsetzung abermals signifikant zu verschärfen: Derzeit arbeiten wir an einer Zielsetzung zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem 1,5°C–Ziel des Pariser Klimaabkommens. Diese werden wir anschließend erneut bei der SBTi zur Prüfung einreichen. In die Übersicht unserer ESG-Ziele haben wir die neue Ambition bereits aufgenommen.

Unterstützung internationaler Klimaschutzprojekte

Wir verfolgen unsere Klimaziele nach dem klaren Prinzip Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren. Dennoch ist die finanzielle Unterstützung von Klimaschutzprojekten auf unserem Weg zur bilanziellen CO2-Neutralität unverzichtbar – denn einige Emissionen sind nach heutigem Stand schlicht unvermeidbar. Seit 2020 berechnen wir die Emissionen unserer Dienstwagenflotte sowie unserer Flugreisen und fördern ausgewählte Klimaschutzprojekte, die zu einer Verringerung von Treibhausgasemissionen in entsprechender Höhe führen. Die ausgewählten Projekte sind ausschließlich nach dem Gold Standard zertifiziert und geprüft. 2023 haben wir so Zertifikate im Umfang von 1.383 t CO2e eines Projekts zur Bereitstellung von Solarkochöfen in der chinesischen Provinz Henan stillgelegt.

CO₂-Äquivalente (CO₂e)
Maß zur Vereinheitlichung der Treibhauswirkung unterschiedlicher Treibhausgase. Die Referenzgröße ist Kohlendioxid CO2. In der DIN 16258:2013-03 werden berücksichtigt: CO2, CH4, N2O, HFC, PFC und SF6. Diese sechs Gase werden auch im Anhang A des Kyoto-Protokolls zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen aufgeführt. In GEMIS werden berücksichtigt: CO2, CH4, N2O, C6F14 und C2F6.
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Globales Emissions-Modell integrierter Systeme (GEMIS)
Lebensweg- und Stoffstromanalyse-Modell mit integrierter Datenbank für Energie-, Stoff- und Verkehrssysteme. Es wird vom Internationalen Institut für Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS) kostenlos zum Download angeboten und in über 30 Ländern zur Umwelt- und Kostenanalyse verwendet.
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Greenhouse-Gas-Protocol
Weltweit am weitesten verbreiteter Standard zur einheitlichen Bilanzierung von Treibhausgasemissionen und zum dazugehörigen Berichtswesen.
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Science Based Targets initiative (SBTi)
Zusammenschluss von führenden Umwelt- und Klimaschutzorganisationen, welche einen Rahmen definieren, dem zufolge Unternehmen die eigenen Treibhausgasemissionen auf einer wissenschaftlichen Grundlage reduzieren können. Eine Zielsetzung nach den Anforderungen der SBTi ist im Einklang mit den Forderungen des Pariser Klimaabkommens die Minderung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C.
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Vollkonsolidierung
Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden.
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